Die Geschichte eines jungen Mannes…

Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der Sonnenschein versprühte auch an grauesten, regnerischten Tagen. Der für viele ein Fels in der Brandung war, und es wohl niemanden gab den er nicht zum Lachen bringen konnte. Bis sein eigenes Lachen verstummte, als er sich sein Leben nahm.

Es ist auch die Geschichte einer älteren Frau, einem liebenswerten, ruhigen Wesen dem man nicht anmerkt, dass es ihr nicht gut geht. Ihr Gesicht ist zu einer Maske geworden, die sie tapfer trägt. Es zehrt an ihren Kräften, doch sie fürchtet würde sie die Maske abnehmen, sie würde völlig zusammenbrechen. Sie versucht zu funktionieren, Tag für Tag, doch Tag für Tag zerbricht sie auch ein Stück mehr daran.

Diese Frau steht symbolisch für viele Menschen denen ich begegnet bin, Frauen wie Männer, Junge wie Alte. Die so gut es geht versuchen zu „funktionieren“, sich vielleicht zu verletzlich fühlen um über ihre Gefühle zu sprechen oder zu oft auf Unverständnis und Ablehnung getroffen sind. Denn auch für das Umfeld der Betroffenen ist es nicht immer leicht, richtig zu reagieren. Denn wie reagiert man überhaupt richtig?

Der junge Mann aus dem Beispiel steht natürlich auch für viele ähnliche Schicksale. Doch ihn gab es wirklich. Ich kannte ihn. Vor ein paar Tagen entschloss er sich diese Welt zu verlassen. Was mir von ihm bleibt sind ein paar wirklich schöne Erinnerungen, die Dankbarkeit ihn gekannt zu haben und die Hoffnung diese Welt ein klein bisschen besser, barmherziger, menschlicher, verständnisvoller machen zu können. Für ihn, und all diejenigen denen es geht wie ihm. Der älteren Frau aus dem Beispiel. Für jeden, der in irgendeiner Form an einer psychischen Krankheit leidet. Fast jeder Fünfte macht beispielsweise irgendwann in seinem Leben Begegnung mit einer Form von Depression als direkt Betroffener. Doch es gibt so viel Hoffnung, so viele Möglichkeiten, so viele Perspektiven. Gut ist wenn wir sie kennen, egal ob wir direkt, indirekt oder gar nicht betroffen sind.

Was soll man tun, wenn jemand aus dem Familien,- Freundes- oder Bekanntenkreis an Depression erkrankt ist, oder man die Vermutung hat? Andrea Köhler, Heilpraktikerin für Psychotherapie, hat mir diese wertvollen Tipps gegeben:

  • Wenn du spürst, dass ein Mensch in deinem Umfeld sich anders verhält als sonst, und das über einen längeren Zeitraum, steh im Austausch mit diesem Menschen. Ein gutes Miteinander ist immer die beste Voraussetzung um überhaupt zu merken, dass etwas nicht stimmt.
  • Miteinander reden, Informationen weitergeben, beobachten, andere informieren und gemeinsam dazu beitragen, Druck zu mindern, Perspektiven zu schaffen, Schuld zu reduzieren, einen möglichst gesunden Lebensstil zu fördern und sensibel zu sein für den jeweils richtigen Moment.

In Andrea Köhlers Blog findest du noch viele weitere wertvolle Informationen zum Thema Depression wie auch zu anderen Themen. Schau unbedingt mal vorbei:

https://www.praxis-andrea-koehler.de/blog/

Ganz viele wichtige Informationen und Ratschläge für an Depression erkrankte Menschen wie auch für deren Umfeld sind auch auf dieser Seite übersichtlich zusammengefasst:

https://www.gesundheitsinformation.de/depression.2125.de.html

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